DKW 2017

Sobald das Wetter mitspielte, habe ich den Zusammenbau fortgesetzt. Große Mühen bereitete der Einbau der hinteren Dreiecksfenster und der Seitenscheiben. Beim Schließen des Dachs verbiegt sich die Karosserie ziemlich und die Spaltmaße an der Tür und zwischen Seitenfenster und A-Säule verwinden. Geholfen hat dann nur, dass ich die Karosserie in die Gegenrichtung leicht vorgespannt habe. Dazu habe ich auf der Fahrerseite den Auflagepunkt im Unterboden neben der A-Säule erhöht. So sind die Spaltmaße in einen erträglichen Rahmen gewandert. Es dauerte dann noch einige Montageversuche, bis die Seitenfenster richtig liefen.

   

So ist nun der Zustand vor der Vollabnahme. Letzte große Baustelle waren die Stoßstangen. Speziell hinten gab es einige Problemzonen. Durch den schlechten Zustand vor dem Verchromen, ergab sich bei dem langen Mittelstück nun eine Materialdicke von bis zu 4mm, die auf die korrekten ca. 1-2mm der Eckstücke traf. Durch die Spangen ließ sich dies nur ungenügend kaschieren, sodass ich Kantenschutzgummis an den Spangen verwenden musste, die da eigentlich nicht hingehören. Bei den Eckstücken war bei der Demontage das Gewinde der eingeschweißten Mutter zerstört worden und ich musste nun an dieser Stelle improvisieren.

Doch letztlich hat es am 11.04.17, gut 4 Jahre nach Beginn der Restaurierung, mit der Vollabnahme und dem Oldtimergutachten geklappt. Nun geht es in die Beseitigung kleiner Mängel und in letzte Optimierungen. So sollen z.B. noch die Lokari-Innenkotflügel verbaut werden.

Dieses Bild war noch kurz vor dem TÜV-Termin. Es fehlt hier nur noch der Frischluftschlauch. Nach mehreren Versuchen ist nun endlich das Kühlsystem dicht. Auf den ersten Probefahrten gab es Problem mit der Dichtheit der Kerzensitze. Die entsprechenden Flächen waren durch Korrosion am Alu-Kopf ziemlich uneben. Bei zwei Kerzen hat das Ausschleifen der Sitze geholfen, bei einer musste ein neuer Kerzenring ran, der bisher nun dicht hält.

Das mit der elektrischen Zusatzpumpe optimierte Kühlsystem war auf den ersten Fahrten unauffällig. Echte Belastungstests erfordern aber höhere Außentemperaturen und mehr Steigung. Sollte die Temperatur dann auch stabil bleiben, werde ich mir ein zweite Pumpe als Reserve hinlegen.