2011


     

In 2011 beginnt nun endlich der Zusammenbau der Karosserie. Nachdem ich im letzten Jahr sehr lange an der Montage des Hecks gesessen habe, wird es nun hoffentlich schneller gehen. Als erstes habe ich die rechte Tür montiert und ans Fahrzeug geschraubt. Spannend war, ob der Türausschnitt noch richtig passt. Zwar hatte ich Stabilisierungsrohre eingeschweißt, aber durch den neuen Schweller bestand das Risiko, dass die Tür aufsitzen könnte. Zum Glück sieht es bis jetzt nicht schlecht aus. Als nächstes habe ich den vorderen Kotflügel angebracht. Bei ihm passen eigentlich noch alle Löcher übereinander, sodass er ein gutes Ausgangsmaß abgibt. Bevor der hintere Kotflügel dran ist, muss ich alles Arbeiten abschließen, bei denen ich seitlich ins Auto fassen muss. Dazu zählt auch das Kofferraumschloss, für dessen Blechausschnitt eine Schablone nötig ist, die ich von einer anderen Heckklappe abgenommen habe.

 

Da ich mich entschieden habe, dass Fahrzeug mit Gurten auszustatten, müssen deren Befestigungspunkte vorbereitet werden. Die Innenausstattung ist dunkelrot mit grau abgesetzt. Ich habe dafür die Automatikgurte des Golf IV von den beiden Außenplätzen der Rückbank vorgesehen. Die Aufroller kommen in die beiden seitlichen Staufächer und werden unterhalb der Wasserrinne der hinteren Dreiecksfenster befestigt. Die Umlenkrolle sitzt dann am oberen Querblech zwischen B- und C-Säule. Für die Rücksitzbank habe ich einfache Statik-Beckengute geplant.

    

Nachdem der vordere Kotflügel sehr schnell wieder angebracht war, bereitete der hintere erhebliche Schwierigkeiten. Grund ist wohl, dass durch den Neubau des Hecks der Kotflügel nicht mehr exakt an der selben Stelle sitzt. Um ihn einigermaßen in Position zu bringen und zur Tür auszurichten, musste ich mehrfach die Ränder bearbeiten und an manchen Stellen auch mit Glasfaser und Epoxydharz Material aufbauen. Insgesamt sitzt er auch weiter außen, als ursprünglich, deshalb musste ich die Anschraubpunkte an der B-Säule etwas nach außen setzen, um noch Löcher bohren zu können, was auf dem linken Bild zu sehen ist. Das rechte Bild zeigt ein anderes Problem. Die Radkastenkante fluchtete nicht mehr mit dem Kotflügel. Nachdem sich das Material nicht mit dem Hammer genügend nach außen treiben ließ, musste ich mir anders behelfen. Ich habe deshalb die Radkastenkante alle paar Zentimeter eingeschnitten und dann nach außen an die Kotflügelinnenkante getrieben. Anschließend musste ich die Spalte wieder verschließen und einen neuen Rand zum Anschrauben anschweißen.

 

Nachdem rechts Tür und Kotflügel befestigt sind, kam zum Schluss das Außenschwellerblech unter die Tür. Dazu habe ich den Abstand unter der Tür ausgemessen und ein entsprechendes Blech biegen lassen. Erst beim Anbringen ist mir dann aufgefallen, dass der massive Schwellervierkantrohr, welches ich über die gesamte Länge zu Beginn der Restauration eingeschweißt habe, nach innen verbogen ist und das gekantete Blech deshalb nicht anlag. Das Blech musste ich deshalb einschneiden, um es so gut wie möglich an die Krümmung anzupassen.

Zwischenzeitlich habe ich nun die Arbeiten auf der linken Seite begonnen. Der vordere Kotflügel ist montiert und ich kämpfe nun mit der Tür. Leider stellte sich nach dem ersten Befestigen das selbe Bild wie rechts ein. Um die Tür an der Oberkante in eine Flucht zur B-Säule zu bekommen, muss ich am unteren Scharnier ca. 5 mm unterlegen. Die Spaltmaße stimmen ebenfalls nicht. Es sieht alles danach aus, als ob A- und B-Säule nicht mehr in der selben Position sind und die Teile deshalb so schlecht passen.